Die im Jahr 1800 gebildete Mairie Buir bestand aus den Kommunen Buir, Manheim, Oberbolheim und Rath. Oberbolheim und Rath wurden 1816, im Zuge der preußischen Neuordnung Rheinlands, dem Kreis Düren eingegliedert, Matthias Rey blieb Bürgermeister. Zwischen 1821 und 1931 bestanden zwischen Buir und Blatzheim häufig Personalunionen. 1931 (1938 offiziell) übernahm der Kerpener Bürgermeister die Verwaltung des Amtes Buir und der Gemeinde Blatzheim. 1954 wurde diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht. Jedoch beendete das Köln-Gesetz 1974 die 20 Jahre andauernde Selbständigkeit und gliederte die Gemeinden der Stadt Kerpen ein. <lb/>Obwohl Buir bereits 1841 eine eigene Bahnstation bekam, blieben die Orte bis weit in das 20. Jahrhundert hinein landwirtschaftlich geprägt. Kurz vor dem Jahrhundertwechsel wurden in Buir (1897) und in Manheim (1898) Kirchen im neugotischen Stil erbaut.

Der vorliegende Bestand umfasst die Akten des Amtes Buir bis zur Eingliederung in die Stadt Kerpen. Die Verzeichnungseinheiten 1 bis 1380 wurden 1962 durch die Archivberatungsstelle Rheinland aufgenommen und 1964 verzeichnet. Die übrigen Akten wurden seit den 1980er-Jahren von Stadtarchivarin Susanne Harke-Schmidt aus dem obsolet gewordenen Rathaus in das neu eingerichtete Stadtarchiv Kerpen überführt und nach und nach von verschiedenen Bearbeitern verzeichnet.

Am Ende des Bestandes befinden sich außerdem zwei Archivkartons mit sog. "Varia": ungeordnete Einzelschriftstücke zu unterschiedlichen Themen, vorwiegend aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.